Bürgerinitiative: "No Fracking" im Erdgasfeld Völkersen

Stoppt Fracking!

Kein Fracking, auch nicht in der konventionellen Erdgasförderung!

Beweislastumkehr

In Schadensfällen muss eine Beweislastumkehr zugunsten der Geschädigten verfügt werden.

Keine Verpressung von Lagerstättenwasser!

Dezentrales Reinigen des Lagerstättenwassers an den jeweiligen Erdgasförderstellen.

Kein abfackeln!

Nutzung von geschlossenen Systenen, bei denen Schadstoffe gefiltert werden können.

BI No-Fracking für Völkersen - aktuell - 14.09.2012


Hallo Mitstreiter und Interessierte der Bürgerinitiative (BI) "No-Fracking",

Themen des Newsletters:

TERMINE
- Sonntag, 23. September 2012, 17:03 Uhr - Fernsehbeitrag zum Thema im ARD-Wissenschaftsmagazin
- Donnerstag, 4. Oktober, 19:30 Uhr - nächstes Treffen der BI No-Fracking im Alten Krug in Völkersen (immer am 1. Donnerstag im Monat)
- Dienstag, 20. November 2012, 20:00 Uhr - Einladung der BI zur öffentlichen Podiumsdiskussion mit den Landtagskandidaten rund ums Thema Fracking und Verpressung, Gasthaus Klenke, Langwedel

 
INFORMATIONEN
- Presse /Kreiszeitung Verden 13. September 2012: RWE-Dea beantragt Probeverpressung / Leitungsrückbau hat begonnen
- Stellungnahme BI No-Fracking, Thomas Vogel
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TERMINE:

- Sonntag, 23. September 2012, 17:03 Uhr - Fernsehbeitrag zum Thema im ARD-Wissenschaftsmagazin

Am Freitag, dem 7.9.12 war ein  Kamerateam vom WDR aus Köln bei der BI  Bötersen und bei uns in Völkersen. Es wurden Aufnahmen und Interviews in Hassendorf, Völkersen und Scharnhorst gemacht. Der Beitrag wird am Sonntag, d. 23. September 2012 um 17:03 Uhr im ARD-Wissenschaftsmagazin (Fernsehjournalist Michael Ringelsiep) ausgestrahlt und dauert rund 6 Minuten innerhalb der 45-minütigen Sendung.
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- Dienstag, 20. November 2012, 20:00 Uhr - Einladung zur öffentlichen Podiumsdiskussion mit den Landtagskandidaten rund ums Thema Fracking und Verpressung, Gasthaus Klenke, Langwedel
Die Bürgerinitiative "No-Fracking Völkersen" lädt zur öffentlichen Podiumsdiskussion rund ums Thema Fracking und Verpressung ein. Termin: Dienstag, 20. November, 20 Uhr, im Gasthaus "Klenke" in Langwedel. Zugesagt haben folgende Landtagskandidaten: Dr. Dörte Liebetruth (SPD), Adrian Mohr (CDU), Dr. Gero Hocker (FDP), Erich von Hofe (Grüne), Alexander Max Bauer (Piraten), Bernward Nüttgens (Vorsitzender Die Linke), ein Landtagskandidat steht noch nicht fest. Als Moderator hat sich Hans-Peter Daub (Superintendent Rotenburg) zur Verfügung gestellt. Einleitende Worte spricht Superintendentin Elke Schölper (Verden). Wie schätzen die Politiker vor dem Hintergrund der aktuellen Studien zur Erdgasförderung aus Nordrhein-Westfalen und dem Umweltministerium die Fracking- und Verpressmethode ein? Wie könnte sie politisch gestoppt und durch umfangreiche, unabhängige Untersuchungen ausreichend geprüft werden? Die Unfälle rund um die Erdgasförderungen in Niedersachsen zeigen, dass Gasbohrungen mit großen Risiken behaftet sind. Die Podiumsdiskussion soll Antworten auf diverse Fragen bringen.
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INFORMATIONEN / PRESSE:

- Kreiszeitung Verden 13. September 2012: RWE-Dea beantragt Probeverpressung / Leitungsrückbau hat begonnen

Völkersen - Überrascht über die Dimension der erforderlichen Erdarbeiten nahmen die Vertreter der Bürgerinitiative (BI) „No-Fracking“ Andreas Noltemeyer und Thomas Vogel den Beginn des Rückbaus der maroden, benzolbelasteten Lagerstättenwasserleitungen der RWE-Dea in Augenschein.

Beginnend am Panzenberg in Scharnhorst wird zur Zeit mit schwerem Gerät der Mutterboden auf einer Breite von zirka 30 Metern abgetragen. Wegen der parallel laufenden Erdgaspipeline muss dann beim weiteren Vergehen, besonders vorsichtig gearbeitet werden, wenn nötig auch mit Schaufel und Spaten.

Laut Auskunft der Bauaufsicht werden während der gesamten Sanierungsarbeiten permanent Bodenanalysen vorgenommen, um sicher zu gehen, dass keine Giftstoffe im Boden zurückbleiben. Schließlich soll das kontaminierte Rohr und das umliegende Erdreich entsorgt werden. „Angesicht von 13 Kilometern Leitungslänge, die auf diese Weise saniert werden müssen, ein enormes Unterfangen, welches bei Verwendung geeigneter Rohre vermieden worden wäre“, stellte BI Sprecher Andreas Noltemeyer an der Absperrung der Baustelle fest.

Aktuell hat die RWE auch den Leitungsrückbau zwischen Schülingen und Völkersen in Angriff genommen, hier hatte man mit 39 000 Mikrogramm Benzol die höchste Belastung überhaupt gemessen. Klar, dass auch hier die Bürgerinitiative einen Blick auf die Arbeiten warf.

Dabei stieß man auf einen nur mit einer Plane abgedeckten Container, der ausgebaute Lagerstättenwasserleitungen enthielt. Und war darauf, vorsichtig ausgedrückt, einigermaßen irritiert. Bei ersten Arbeiten hatte man die maroden Rohre noch in einem abgeschlossenen, gesicherten Container deponiert. „Und hier ist alles offen. Das stinkt wie auf der Tankstelle, wo 100 Liter Sprit ausgelaufen sind“, so Andreas Noltemeyer.

Wenig begeistert zeigten sich die BI-Vertreter auch über eine Information, die man von der RWE-Dea am Dienstag bei einem der regelmäßigen Infotreffen mit Vertretern des Konzerns bekam.

Danach plant man im Bereich Düvelshagen (Völkersen Z3 Nord) eine Probeverpressung von 10 000 Kubikmetern Lagerstättenwasser in 5 000 Metern Tiefe. Hierzu läuft das Genehmigungsverfahren beim Landesbergamt (LBEG). Verläuft die Probe erfolgreich und gibt es die Genehmigung, wolle RWE in Zukunft 120 Kubikmeter Lagerstättenwasser täglich in Völkersen verpressen. Dass damit die Lagerstättenwasserentsorgung von Scharnhorst nach Völkersen verlagert wird, schmeckt der Bürgerinitiative genauso wenig, wie die Aussicht, dass in Zukunft täglich vier Lkw mit Lagerstättenwasser den Düvelshagen ansteuern.

Hier darf man sich bei der RWE schon auf heftigen Widerstand in Völkersen einstellen, allein wenn schon die Probeverpressung genehmigt werden sollte.

„Das stinkt hier wie auf der Tankstelle“

Beim turnusgemäßen Treffen der BI, das jeden 1. Donnerstag im Monat stattfindet, wurden neben der Sanierung auch das aktuelle Gutachten des Bundesumweltamtes zum Thema „Erdgasförderung in Deutschland“ diskutiert.

Es zeige eindeutig die negativen Umweltauswirkungen der Fracking-Technologie auf. Unzählige ungelöste Probleme und Risiken sind aufgrund fehlender, aber entscheidender, Information nicht abschätzbar. So seien zum Beispiel der Aufbau und die Eigenschaften der Gesteinsschichten oder das Verhalten und die Wirkung der eingesetzten Frack-Flüssigkeiten in vielen Bereichen völlig unzureichend erforscht. Auch für die umweltgerechte Entsorgung des giftigen Lagerstättenwassers gebe es noch kein schlüssiges Konzept von Seiten der Energiemultis, lautet die Kritik der Bürgerinitiative.

Auch eine weitere Studie über den Zusammenhang von Techniken der Erdgasförderung und Erdbeben bestätigte die BI-Mitglieder in ihrer Sorge über die Gefährdung, die dieser Industriezweig mit sich bringe. In diesem Zusammenhang begrüße man den Vorschlag der Wissenschaftler, das Bergrecht ins Umweltrecht zu integrieren und die Zuständigkeit beim Umweltministerium anzusiedeln. Wer es wirklich ernst meine mit einer nachhaltigen Energiewende, der müsse sich zwingend auch von den ökologisch äußerst fragwürdigen Fördermethoden vom früher allseits hochgelobten vermeintlich klimafreundlichen Erdgas verabschieden. Beide Gutachten hätten ein deutliches Zeichen gesetzt.

Da diese Veränderungen nur auf politischer Ebene herbeigeführt werden können, plant die BI am 20. November im Gasthaus Klenke in Langwedel eine Podiumsdiskussion mit den Landtagskandidaten aus dem Landkreis Verden, um deren genaue Position zu allen für die Region wichtigen Themen zu erfahren und zur Meinungsbildung, sofern noch nicht geschehen, beizutragen. · jw
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- Stellungnahme BI No-Fracking, Thomas Vogel
Wie wir nun bei unserem turnusgemäßem Treffen BI/RWE Dea erfuhren, hat die RWE Dea einen Verpressungsversuch von Lagerstättenwasser in Völkersen auf dem Düvelshagen  beantragt. Der Wunsch und Plan der RWE ist es, wenn möglich das gesamte Lagerstättenwasser von allen Bohrstellen dort zu verpressen. Das dürfen wir nicht zulassen. Vor allem nicht vor dem Hintergrund des jüngsten Vorfalls, dass nämlich - wie uns von RWE Mitarbeitern bestätigt wurde - die abdichtende Zementierung der Rohre an der jetzigen Verpressstelle in Wittorf seit langer Zeit undicht ist. Wieder einmal wird klar, dass die Technik, so wie sie im Moment angewendet wird ein "Vabanquespiel" ist und uns keiner vor Unfällen schützen kann. Deshalb muss jeder an seiner Stelle mit aller Kraft versuchen, dass Völkersen nicht zur Müllkippe der RWE wird.



Grüsse an alle, Inge

Kontakt: pferdia tv, Thomas Vogel, Hehrenwiese 8, 27299 Langwedel-Völkersen, Tel. 04232-931033, E-Mail: no-fracking@hotmail.de

Wichtig!

Schlichtungsstelle

Die niedersächsische Schlichtungsstelle Bergschaden mit Sitz in Rotenburg/Wümme ist im Amt.

Anmerkungen und Kritik zur Studie

Nachhaltiger Umgang mit Lagerstättenwasser aus der Erdgasförderung der RWE Dea AG in Niedersachsen

Gerd Landzettel – im August 2014

Eine Geschichte darüber, wie meine Vorstellung vom „sauberen Energieträger Erdgas“ von der Realität eingeholt wurde.

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