Bürgerinitiative: "No Fracking" im Erdgasfeld Völkersen

Stoppt Fracking!

Kein Fracking, auch nicht in der konventionellen Erdgasförderung!

Beweislastumkehr

In Schadensfällen muss eine Beweislastumkehr zugunsten der Geschädigten verfügt werden.

Keine Verpressung von Lagerstättenwasser!

Dezentrales Reinigen des Lagerstättenwassers an den jeweiligen Erdgasförderstellen.

Kein abfackeln!

Nutzung von geschlossenen Systenen, bei denen Schadstoffe gefiltert werden können.

BI No-Fracking für Völkersen - aktuell - 16.11.2012


Hallo Mitstreiter und Interessierte der Bürgerinitiative (BI) "No-Fracking",

Themen des Newsletters:

TERMINE
- Dienstag, 20. November 2012, 19:30 Uhr - Podiumsdiskussion mit den Landtagskandidaten rund ums Thema Fracking und Verpressung, Gasthaus Klenke, Langwedel, Veranstalter: BI No-Fracking Völkersen
- Donnerstag, 6. Dezember 2012, 19:30 Uhr - nächstes Treffen der BI No-Fracking im Alten Krug in Völkersen (immer am 1. Donnerstag im Monat)
 

INFORMATIONEN / PRESSE / LINKS
- Presse-Mitteilung der BI: Große Podiumsdiskussion zum Thema Erdgas mit aktuellem Hintergrund
- Offener Brief an Ministerpräsident McAllister zur Fracking-Methode in der Erdgasförderung
- Link > Runderlass des niedersächsischen Wirtschaftsministeriums zum Fracking.

---------------------

INFORMATIONEN

- Presse-Mitteilung der BI: Große Podiumsdiskussion zum Thema Erdgas mit aktuellem Hintergrund
Am Dienstag, 20. November wird von der Bürgerinitiative "No Fracking" in Langwedel im Gasthaus Klenke um 19.30 Uhr eine große Podiumsdiskussion organisiert. Teilnehmen werden alle Landtagskandidaten aus dem hiesigen Wahlkreis, die da sind: Dr. Dörte Liebetruth (SPD), Adrian Mohr (CDU), Erich von Hofe (Grüne), Ulrich Steinmeyer (Linke), Tim Weber (Piraten).

Der FDP-Kandidat Gero Hocker lässt sich durch Dr. Magnus Buhlert aus Bremen vertreten. Dieser Tausch war lange angekündigt und hat nichts mit der aktuellen "Fracking-Verfügung" von FDP-Wirtschaftsminister Bode zu tun, die vermuten lässt, das der FDP-Teilnehmer womöglich einen schweren Stand in der Diskussion haben wird. Minister Bode setzt sich über die Ängste der Bürger bezüglich der umstrittenen Fördermethode einfach hinweg und versucht vollendete Tatsachen zu schaffen. Im Erlass tauchen weder eine UVP (Umweltverträglichkeitsprüfung) noch eine breite Beteiligung der Öffentlichkeit auf, obwohl sich eigentlich alle einig sind, das dies Mindeststandards darstellen. Da er mit diesem Alleingang auch dem Koalitionspartner CDU, die diese Standards auch einfordert, sozusagen vor den Kopf stößt -  und Grüne und Linke  sowieso einen generellen Verzicht des Fracking fordern, ist ein lebhafter Diskussionsverlauf garantiert.

Auch die Tatsache, dass in Völkersen demnächst ein Test zum Verpressen von Lagerstättenwasser stattfinden soll und dieser erwarten lässt, das zukünftig hunderttausende Kubikmeter benzolhaltiges Abwasser mit entsprechendem LKW-Verkehr nach Völkersen transportiert werden,
um es dort kostengünstig zu "verklappen" sollte den Abend zu einem Pflichttermin machen. Jeder Bürger ist aufgerufen, sich durch Befragung der Landtagskandidaten ein eigenes Bild vor der Landtagswahl zum Thema "Probleme in der Erdgasförderung"  zu verschaffen.

Nach einem Kurzvortrag zur Bedeutung der Rotenburger Rinne von Volker Meyer von Wasserversorgungsverband Rotenburg, wird der Abend in drei Diskussionsschwerpunkte unterteilt. Sie lauten: 1.Probleme durch Fracking, Verpressen und Abfackeln 2.Erdgasförderung im Behördenaufbau des Landes Niedersachsen - wie geht es mit dem Landesbergamt weiter und 3. Ausblick - Bedeutung der Erdgasförderung im Rahmen der Energiewende. Moderiert wird die Veranstaltung von Hans-Peter Daub - Superintendent aus Rotenburg

Um viele Menschen zum Kommen anzuregen, waren die BI-Sprecher Thomas Vogel und Andreas Noltemeyer am Samstag sogar auf dem Kundenparkplatz des Edeka-Marktes in Langwedel, wo sie das direkte Gespräch mit der Bevölkerung suchten. Daneben hängte man dutzende große Plakate im Bereich des Erdgasfeldes Völkersen auf und verteilte in den letzten Tagen durch viele Helfer noch 5000 Info-Flyer. Nach der Demonstration "Kein Gift in unsere Erde" gegen Fracking und Verpressung von Lagerstättenwasser im Mai mit über 700 Teilnehmern ist dies unsere zweite Großveranstaltung in diesem Jahr. Da vermutlich auch die einzelnen Landtagskandidaten ihre Anhänger mitbringen, rechnen wir mit ein paar hundert Menschen so Thomas Vogel von der BI.
(Presse-Mitteilung von Andreas Noltemeyer)

----------------------
Offener Brief an Ministerpräsident McAllister zur Fracking-Methode in der Erdgasförderung, von Thomas Vogel

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident McAllister,

mehrmals haben wir versucht mit Ihren in Kontakt zu treten, leider haben Sie nie die Zeit gehabt oder die Notwendigkeit verspürt, sich persönlich mit den Problemen der Region rund um unseren kleinen Ort Völkersen zu beschäftigen.

Der Name Völkersen müsste Ihnen allerdings geläufig sein, denn hier liegt eines der größten Gasfelder Deutschlands und die Gegend ist seit einem Jahr Synonym für eine, von der Erdgasindustrie ausgelöste Umweltkatastrophe. Völkersen steht mittlerweile weltweit im Fokus der Debatte um die Sicherheit unseres Grund- und Trinkwassers und der Diskussion um die Gefahren der umstrittenen Fracking-Technologie bei der Erdgasgewinnung schlechthin. Wie Ihnen sicher nicht entgangen ist, regt sich im gesamten Land massiver Widerstand gegen diese Fördermethode seit bekannt ist, welche Risiken damit verbunden sind.

Seit einem Jahr ängstigen viele Unfälle mit krebserregendem Benzol und giftigem Quecksilber, kontaminiertes Grundwasser auf weiten Flächen, ungefiltertes Abfackeln und Risse in Häusern die Bevölkerung in unserer Region.

Das Schlimmste aber ist: Während sich landesweit Bürger, Kommunen, Umweltverbände, verantwortungsbewusste Politiker und sogar die Erdgaskonzerne selbst intensiv damit beschäftigen die gefährlichen Probleme zu lösen, während wissenschaftliche Gutachten erstellt und ausgewertet werden, während auch der Bundesumweltminister die Risiken der Fracking-Methode bei der Erdgasförderung als gravierend einstuft, gibt Ihr FDP-Minister Herr Bode, so wie es aussieht, im Alleingang den Startschuss zu dieser höchst umstrittenen Technologie. Er verhöhnt damit alle, die intensiv an einer ehrlichen Lösung der Problematik arbeiten. Außerdem führt er mit dieser Vorgehensweise Sie und die gesamte CDU vor, nachdem auch in Ihrer Partei Forderungen laut wurden, die Fördermethoden der Erdgasindustrie an entscheidend wichtige Auflagen zu koppeln und sie so sicherer für Mensch und Umwelt zu machen.

Die von allen Seiten geforderte Umweltverträglichkeitsprüfung für Fracking-Vorhaben und eine intensive Beteiligung der Öffentlichkeit sei, laut Auskunft des Landesbergamtes, eine Sache der Bundespolitik. Und so frage ich Sie und Ihre Herren Minister, warum wird hier in Niedersachsen "Hals über Kopf" eine Verfügung erlassen, ohne eine wichtige, mit der Sache untrennbar verbundenen Entscheidung des Bundeswirtschafts- und Umweltministers abzuwarten? Die Notwendigkeit einer Novellierung des Bergrechtes steht in Berlin außer Frage. Im Übrigen sieht auch die Umweltministerkonferenz der Bundesländer das Fracking mit äußerst kritischen Augen.

Neben all diesen aktuellen Problemen, steht natürlich die Forcierung der Nutzung fossiler Brennstoffe der Energiewende, so man sie denn ernst meint, diametral entgegen.

Ich kann mich des Verdachtes nicht erwehren, dass hier noch schnell vor der Wahl Fakten geschaffen werden sollen, die den Energiekonzernen in die Karten spielen. Eine Bewertung dieses Aktionismus von Herrn Bode überlasse jedem selbst.

Ich frage mich nun, wie kann ein Minister mit Hilfe seiner Behörde Regelungen treffen, die nicht nur für unsere niedersächsische Heimat von so eminenter Bedeutung sind, ohne vorher mit seinem Ministerpräsident Rücksprache zu halten. Oder haben Sie davon gewusst?

Wieder einmal erwarte ich mit Spannung Ihre persönliche Antwort
und verbleibe mit freundliche Grüßen

Thomas Vogel
---------------------
- Link > Runderlass des niedersächsischen Wirtschaftsministeriums zum Fracking.
Zur Info, hier findet ihr den neuen Runderlass des niedersächsischen Wirtschaftsministeriums zum Fracking.
http://www.lbeg.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id=562&article_id=110051&_psmand=4
---------------------


Grüsse an alle, Inge

Kontakt: pferdia tv, Thomas Vogel, Hehrenwiese 8, 27299 Langwedel-Völkersen, Tel. 04232-931033, E-Mail: no-fracking@hotmail.de

Wichtig!

Schlichtungsstelle

Die niedersächsische Schlichtungsstelle Bergschaden mit Sitz in Rotenburg/Wümme ist im Amt.

Anmerkungen und Kritik zur Studie

Nachhaltiger Umgang mit Lagerstättenwasser aus der Erdgasförderung der RWE Dea AG in Niedersachsen

Gerd Landzettel – im August 2014

Eine Geschichte darüber, wie meine Vorstellung vom „sauberen Energieträger Erdgas“ von der Realität eingeholt wurde.

Newsletter bestellen

Immer auf dem laufenden bleiben und über wichtige Ereignisse und Events informiert werden.