Bürgerinitiative: "No Fracking" im Erdgasfeld Völkersen

Stoppt Fracking!

Kein Fracking, auch nicht in der konventionellen Erdgasförderung!

Beweislastumkehr

In Schadensfällen muss eine Beweislastumkehr zugunsten der Geschädigten verfügt werden.

Keine Verpressung von Lagerstättenwasser!

Dezentrales Reinigen des Lagerstättenwassers an den jeweiligen Erdgasförderstellen.

Kein abfackeln!

Nutzung von geschlossenen Systenen, bei denen Schadstoffe gefiltert werden können.

BI No-Fracking für Völkersen - aktuell - 30.03.2014


Hallo liebe Mitstreiter und Interessierte der Bürgerinitiative (BI) "No-Fracking",

TERMINE

- Donnerstag,  03. April 2014, 17:30 Uhr, in Schülingen vor dem "Info-Point"  des RWE-Betriebsgeländes in Schülingen,
Pressegespräch und Vorstellung unserer Protest-Fässer gegen die geplante Verpressung in Völkersen

Zum Auftakt unseres Protestes gegen die geplante Verpressung von Lagerstättenwasser in Völkersen stellen wir unsere fertiggestellten drei Kubikmeter-Fässer mit großer Informationstafel während eines Pressegespräches vor.
Wäre schön, wenn viele Interessierte teilnehmen könnten. Anschließend folgt am

- Donnerstag, 03. April 2014, 19:30 Uhr unser mtl. BI-Treffen als Infoabend für Bebengeschädigte in Völkersen, Gaststätte "Zur Post"

Für die  nach dem Erdbeben vom 22. Nov. 2012 gemeldeten 108 Häuserschäden liegen den geschädigten Hausbesitzern die Gutachten vor. Da große Unsicherheit im Umgang mit diesen Schreiben herrsche und um Umschreibungen und Definitionen für jedermann verständlich zu machen, bieten wir hier Hilfestellung an.
   
Wir rufen daher alle Geschädigten auf, mit dem Gutachten zu dem Treffen am 3. April zu kommen.


- Freitag, den 16. Mai 2014, BI-Besuch des Landtages in Hannover,  08:15 Uhr Busankunft in Hannover
Tagesordnung wird noch bekanntgegeben. Interessierte mögen sich bitte per email anmelden.
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INFORMATIONEN zum Treffen der BI's Daverden, Intschede und Völkersen mit RWE DEA in Schülingen

Eine Zusammenfassung von Rainer Böttcher, BI No-Fracking Völkersen:

Am 25. März 2014 fand um 15:00 Uhr ein ca. zweieinhalbstündiges Treffen zwischen den BI's aus Intschede, Daverden, Völkersen und der RWE Dea in Schülingen  statt. Teilgenommen haben jeweils drei Vertreter jeder einzelnen BI und drei Vertreter auf der Seite von RWE Dea. Die Tagesordnung war vorher festgelegt.  Nachstehend erfolgt eine kurze Zusammenfassung des Treffens:

Sachstand Aufsuchungsgebiet Intschede:
Die Ausuchungserlaubnis gilt bis zum 31.12.15 und beinhaltet die Verpflichtung seitens RWE Dea bis dorthin eine Erkundungsbohrung vorzunehmen. Ursprünglich waren fünf Aufsuchungsfelder geplant, sie wurden um zwei  - aufgrund zu enger Wohnbesiedlung -  auf jetzt drei Felder reduziert. Diese drei Felder sind kartiert und für RWE Dea zur Förderung weiterhin sehr interessant. Ein Betriebsplan sei noch nicht erstellt, wird aber derzeit vorbereitet. Eine konkrete Zeitangabe erfolgte nicht.

Sachstand der beantragten Fördererhöhung (UVP) Z11:
RWE-Dea hat eine Stellungnahme zur geplanten Fördererhöhung für das Anhörungsverfahren beim LBEG abgegeben. Das LBEG steuert jetzt das weitere Verfahren. Ein Termin zur Erörterung mit den Beteiligten steht an.

Sachstand der Sanierung in Völkersen:
Es besteht eine RWE-Berichtspflicht gegenüber dem LBEG über den Fortgang der Sanierungsergebnisse. Es  finden deshalb  regelmäßige Treffen mit dem LBEG und der unteren Wasserbehörde sowie direkte Gespräche mit den betroffenen Grundstücksbesitzern statt. Rund zwei Jahre nach der Stilllegung der LAWA-Leitungen stünde fest, dass in rund 70 Prozent der von der Belastung betroffenen Leitungsabschnitte das Sanierungsziel erreicht worden sei. Bezogen auf die vollständige Ausdehnung des ehemaligen LAWA-Netzes mit 22,5 Kilometern müssen jetzt noch 11 Prozent (2,5 Kilometer) der ursprünglichen Gesamtlänge saniert werden.
 
Zurverfügungstellung der Gesamtstudie zur Lagerstättenwasserverpressung:
RWE Dea lehnt es weiterhin ab, die Gesamtstudie - auch mit Schwärzung -  zur Verfügung zu stellen und begründet dies mit der Sorge, das Betriebsgeheimnisse allgemein bekannt würden.

Wir haben deutlich gemacht, dass die vorgelegte Kurzsstudie  aufgrund der fehlenden Basisdaten nicht nachzuvollziehen ist und  die gewichteten Fakten deshalb für uns keine Relevanz haben. Ob RWE DEA den im Umfeld des Landkreises Verden gemachten Vorschlag aufgreift, die Gesamtstudie ausschließlich einem unabhängigen Gutachter zur Prüfung und Stellungnahme vorzulegen, blieb fraglich.

Unabhängig von dem ausgesprochenen Mißtrauen erklärte RWE Dea, dass eine Genehmigung beim LBEG für die in der Studie herausgearbeiteten Option,  nämlich das Lagerstättenwasser in Völkersen in ein ausgefördertes Bohrloch in rund 5000 Meter Tiefe zu verpressen, beantragt wird. Vorher sollen noch weitere Informationsveranstaltungen stattfinden, um Anregungen für den beim LBEG einzureichenden  Betriebsplan einfließen zu lassen. Der noch nicht zurückgezogene Antrag für einen Testlauf zur Probeverpressung von 10.000 cbm LAWA wird dann aufgegeben.    

Sonstiges:
Die Bohrung in Langwedelermoor ist abgeschlossen. Der Bohrturm wird abgebaut und in Kürze für eine neue Ablenkungsbohrung in Verden-Walle wieder aufgebaut.

Auftrags RWE Dea wird eine Verkehrszählung im Raum Verden von Studenten durchgeführt, um Erkenntnisse für den verstärkt auftretenden LKW-Verkehr zu gewinnen.

Fazit:
Es ändert sich nichts. Die Risiken und Sorgen der Bevölkerung werden nicht ernst genommen. Verpressungen und Bohrungen werden unverändert weiterverfolgt.

Unsere Diskussionspartner sind nur Ausführende ohne auch nur einen Millimeter eigenen Gestaltungsspielraum. Sie fragen nicht "was kommt danach, sondern nur wie mache ich es ihm recht (dem Chef respektive Eigentümer)". Sie versuchen uns mit Argumenten in der Diskussion zu überzeugen, wir halten dagegen und das trennt. Ein wirkliches Gespräch, gemeinsam nach Lösungen und Änderungen zu suchen findet nicht statt.

Ich bemerke allerdings auch hinter den offiziellen RWE-Erklärungen von Sven Burmester, Hanno Paetsch und Heinz Oberlach, dass es Ihnen schwerfällt, die Sinnhaftigkeit oder die Identifikation mit ihrer Arbeit zu erkennen. Sie haben keinen Arbeitsplatz, sie haben einen Einkommensplatz (das gute Einkommen wird bezahlt, auch wenn die Handlungen sich gegen Mensch und Natur richten) Eine Tragik.

Grüsse an alle
Inge und Rainer

Wichtig!

Schlichtungsstelle

Die niedersächsische Schlichtungsstelle Bergschaden mit Sitz in Rotenburg/Wümme ist im Amt.

Anmerkungen und Kritik zur Studie

Nachhaltiger Umgang mit Lagerstättenwasser aus der Erdgasförderung der RWE Dea AG in Niedersachsen

Gerd Landzettel – im August 2014

Eine Geschichte darüber, wie meine Vorstellung vom „sauberen Energieträger Erdgas“ von der Realität eingeholt wurde.

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